...Züchter sein dagegen sehr!

(Dieser Artikel stammt nicht aus unserer Feder sondern aus einer englisch-sprachigen Newsgroup.)

Wenn man bisher noch niemals ausgestellt hat, würde ich vorschlagen, besuchen Sie einige Ausstellungen als Zuschauer, lernen Sie kennen, was es alles gibt und wie es sich abspielt, danach kaufen Sie eine Katze, die Sie bei den Kastraten ausstellen können. Züchten und Ausstellen ist eine sehr teure Angelegenheit.

Ehe Sie in die Zucht einsteigen, sollten Sie sich vergegenwärtigen, dass Ihr Herz wohl viele hundert Male gebrochen wird. Sie werden Kitten sterben sehen, Sie werden Zucht- und Deckprobleme mit Ihren besten Katzen und Katern haben. Sie werden um 3 Uhr morgens verzweifelt Ihren Tierarzt anrufen, wenn Sie ein krankes Kitten haben oder eine trächtige Kätzin in Geburtsschwierigkeiten (deshalb ist es wichtig, einen Tierarzt zu haben, der über Catterys Bescheid weiß oder zumindest Willens ist, es zu lernen!) Sie werden erleben, dass Katzen aus Ihrer Zucht nicht einen lausigen Punkt auf einer Ausstellung gewinnen; oder Sie müssen einsehen, dass Ausgestellt werden nicht zu deren beliebtesten Beschäftigungen zählt und sie fauchen, knurren und versuchen, den Richter zu beißen.

Andererseits werden Sie aufregende Gefühle erfahren: ein neugeborenes Kätzchen in Ihrer Hand zu halten, das Vertrauen Ihrer Kätzin, die Sie während der Geburt neben sich haben möchte, einen Richter den Typ und die Kondition einer Katze aus Ihrer Zucht loben zu hören, den ersten großen Titel für eine Katze aus Ihrer Zucht zu erringen, und, wenn Sie besonderes Glück haben, einen Weltsieger-Titel zu gewinnen.

Auf diesem Weg werden Sie viele Züchter und Aussteller kennenlernen. Einige von uns werden freundlich sein, andere weniger. Einige werden Ihnen helfen, andere nicht. Sie werden ein paar gute Freunde finden und sich ein paar Feinde machen. Es werden Tage kommen, wo Sie gerade genug Geld haben, um entweder Futter für die Katzen oder Essen für sich selbst zu kaufen. Es wird Zeiten geben, wo Sie Geld für Ihren Traumurlaub angespart haben und dann passiert ein Notfall und das Geld geht stattdessen an den Tierarzt. Von dem Augenblick an, wo Sie sich dafür entscheiden, Katzen zu züchten, gibt es nur mehr einen Grundsatz für Sie: DIE KATZEN GEHEN IMMER VOR!

Nachdem Sie alle Pro und Kontras abgewogen und entschieden haben, dass Sie doch Katzen züchten wollen, suchen Sie einen Züchter, der bereit ist, Sie anzuleiten. Wahrscheinlich wird das jemand sein, der die gleiche Rasse züchtet, die Sie selbst anstreben, aber das ist gar nicht so wichtig. Nehmen Sie sich für die Entscheidung, welche Rasse Sie züchten wollen, Zeit. Jede Rasse hat ihre Vor- und Nachteile. Wenn Sie nur beschränkt Zeit haben ist eine Kurzhaar-Rasse die bessere Wahl. Langhaarkatzen benötigen mehr Zeit, weil sie intensiver gepflegt werden müssen.

Möchten Sie eine laute, sehr lebhafte Rasse oder eher den ruhigeren, mehr gemütlichen Typ? Wenn Sie nicht so sehr mit den Eigenheiten der verschiedenen Rassen vertraut sind, dann, nochmals, verbringen Sie einige Zeit auf Ausstellungen und sprechen Sie mit verschiedenen Züchtern.

Unter Berücksichtigung der Rasse und der Anzahl Katzen, die Sie halten möchten, entscheiden Sie, wo und wie die örtlichen Gegebenheiten Ihrer Cattery sein sollen. Das muss nichts außergewöhnliches sein. Viele Züchter benutzen ein leeres Zimmer dafür. Was die Ausstattung betrifft, sind einige Katzentoiletten, verschiedene Futter- und Wasserschüsseln, Handtücher, Babydecken, eine Wurfbox, ein Kratzbaum und Spielzeug unumgänglich.

Erwarten Sie nicht, Geld machen zu können. Zu dem Zeitpunkt, wo die Kitten endlich verkauft werden können, werden Sie ein kleines Vermögen für Futter und Tierarztrechnungen ausgegeben haben, ganz zu schweigen von dem Aufwand an Gefühlen, die Sie investiert haben. Seien Sie darauf vorbereitet, Ihre Kitten gehen zu lassen und jedes Mal ein kleines Stück Ihres Herzens mit zu verlieren. Egal, wie sehr Sie sich bemühen, sich nicht in die Kleinen zu verlieben, es bleibt Wunschdenken, wenn Sie ernsthaft wollen, dass Ihre Kitten zu verspielten, schmusigen, menschbezogenen Katzen heranwachsen sollen.

Ich möchte hier keine Bücher schreiben, ich hoffe nur, dass zumindest einiges von dem oben Erwähnten für Sie hilfreich ist.



Die Zucht, in Ihrer Züchterlaufbahn werden Sie immer wieder mit solchen Fragen konfrontiert:

Hat ein Züchter wenige Katzen ist er ein Vermehrer, da er immer dieselben Verpaarungen wiederholt.
Hat ein Züchter viele Katzen, ist er ein Massenzüchter und will damit nur Geld machen.
Gibt ein Züchter aus der Zucht genommene Kastraten ab, hat er eine Katzendurchlaufstation.
Behält ein Züchter die Kastraten, hat er zu viele Katzen und verliert den Überblick.
Hat ein Züchter nur zwei Kastraten, sind das Alibikastraten.

Hat ein Züchter einen Kater, ist er ein Vermehrer, da er ständig die Verpaarungen wiederholt.
Hat ein Züchter mehrere Kater und separiert diese, hat er eine schlechte Katerhaltung.
Hat ein Züchter mehrere Kater und separiert diese nicht, weiß man von wem die Kitten sind?
Geht ein Züchter zum Fremddecken, dann drückt er die Probleme der Katerhaltung den Katerhaltern auf und außerdem hat er ja dann nur Allerweltsstammbäume.
Gibt ein Züchter seinen Kater zum Fremddecken frei, dann beutet er seinen Kater aus.
Gibt ein Züchter seinen Kater nicht zum Fremddecken frei, will er neue Linien nicht teilen.

Hat das Haus Gebrauchsspuren von den Katzen, ist die Zucht unsauber, vor allem wenn man auch noch den Kater riecht.
Sieht und riecht man im Haus nichts von den Katzen, sperrt er die Katzen weg und ist ein Tierquäler.

Geht ein Züchter testen, dann sieht er nur noch Erbkrankheiten.
Geht ein Züchter nicht testen, sind ihm Erbkrankheiten egal.
Redet er übers Testen, dann redet er die Rasse krank.
Redet er nicht übers Testen, dann verheimlicht er was.
Veröffentlicht er unangenehme Testberichte, dann macht er ganze Linien verdächtig.
Veröffentlicht er keine unangenehmen Testergebnisse, dann kastriert er heimlich und macht mit der Nachzucht weiter.

Hat ein Züchter gesundheitliche Probleme und redet darüber, dann ist seine Zucht verseucht.
Hat er gesundheitliche Probleme und redet nicht darüber, dann verseucht er andere Zuchten und Katzenhaushalte.
Hat ein Züchter mal ein Kitten verkauft, das anschließend krank wurde, macht er das immer so,
und alle Katzen und Kitten dieses Züchters sind krank.Kauft/nimmt ein Züchter ein krankes Kitten oder Katze zurück und bringt diese im eigenen Haushalt unter, handelt er verantwortungslos den Stammkatzen und deren Kitten gegenüber.
Nimmt er Kitten/Katze nicht zurück, da das Risiko für die Stammkatzen und deren Kitten zu groß ist, dann ist es ihm egal, wie es den von ihm gezüchteten Katzen geht.

Verkauft ein Züchter keine Jungtiere in die Zucht, dann bringt er die Rasse nicht voran.
Verkauft er an andere Züchter, dann verbreitet er die Linien zu sehr.

Hat ein Züchter eine Katze von einem Züchter, den ein anderer Züchter nicht leiden kann, dann kann der andere Züchter ihn auch nicht mehr leiden.
Verkauft ein Züchter eine Katze an einen anderen Züchter, den andere Züchter nicht leiden können, können die anderen Züchter den dann auch nicht leiden.
Haben mehrere Züchter keinen Streit miteinander, dann sind sie eine Lobby.
Arbeitet ein Züchter mit einem anderen Züchter zusammen, dann kann das ja sowieso nicht lange gut gehen.
Besucht ein Züchter mit seinen Katzen keine Ausstellungen, dann ist es ein Hinterhofzüchter.
Besucht ein Züchter mit seinen Katzen Ausstellungen, dann ist er ausstellungs- und pokalsüchtig.
Schreibt ein Züchter auf Mailing-listen, dann will er sich nur in den Mittelpunkt spielen.
Schreibt ein Züchter nichts auf den Listen, dann ist er ein Listenschmarotzer.
Schickt ein Züchter Bilder auf die Listen, dann will er nur Kitten verkaufen.
Schickt ein Züchter Showresultate auf die Listen, dann ist er ein Angeber.
Schickt ein Züchter keine Bilder und keine Showergebnisse auf die Listen sind die Katzen/Kitten entweder krank oder hässlich.

Verkauft ein Züchter für viel Geld, ist er ein Wucherer.
Verkauft ein Züchter für wenig Geld, dann macht er die Preise kaputt. 
Verkauft ein Züchter an Anfänger, dann fördert er die Zahl der Zuchtanfänger.
Verkauft er nicht an Anfänger, dann ist er arrogant und hat was gegen Anfänger.

Hat ein Züchter pingelige Verträge, dann sind es Knebelverträge.
Hat ein Züchter Standardverträge, dann sind die nichts wert.

Informiert sich ein Züchter über Rasse und Zucht, und gibt das Wissen auch weiter, ist er ein Angeber.
Informiert er sich und behält das Wissen für sich, ist er ein Egoist.
Zuchtgedanken


Sie haben selber Feuer gefangen und beschäftigen sich mit dem Gedanken einer Maine Coon Zucht? Maine Coon begeistern einfach durch ihr Wesen und ihre imposante Erscheinung. Der Wunsch selber eine Hobbyzucht zu führen ist da nicht weit entfernt, ein paar Gedanken zu dem Thema haben wir hier gesammelt:

Warum möchten Sie züchten? Möchten Sie einfach nur einmal einen Wurf junger Kätzchen aufziehen? Oder möchten Sie sich wirklich mit der Zucht beschäftigen? Wenn das Erstere zutrifft, müssen es keine reinrassigen Katzen sein. Sie können zwei Hauskatzen zu sich nehmen und mit ihnen die süßesten und lustigsten Jungtiere aufziehen, auch ohne einen Stammbaum!

Wenn Sie sich jedoch ernsthaft mit der Zucht von Rassekatzen beschäftigen wollen, dann haben Sie sich möglicherweise auch schon Gedanken über ein Zuchtprogramm gemacht. Denn Zucht bedeutet mehr, als sich einen "netten" Kater für eine weibliche Zuchtkatze zu besorgen. Sie sollten versuchen Überlegungen anzustellen, die über mehrere Generationen reichen. Natürlich können und müssen Zuchtpläne immer wieder verändert werden. Wir haben es mit Lebewesen zu tun und die Natur plant auf ihre eigene Weise. Hier seien einige Gründe aufgeführt, die Ihre Pläne in Unordnung bringen könnten:

    Ihre Katze wird nicht rollig.
    Der vorgesehene Zuchtkater beginnt zu markieren, so dass sein Besitzer ihn kastrieren lassen muss, bevor er Ihre Katze decken konnte.
    Die Katze nimmt nicht auf und auch nachdem sie einige Male gedeckt wurde, wird sie nicht schwanger.
    Die Katze möchte nicht von dem Kater gedeckt werden, den Sie für sie ausgesucht haben.

Aber wenn Sie ein Zuchtziel ins Augen gefasst haben, können Sie weiter darauf zu arbeiten.

Ein einmal gefasster Vorsatz oder ein gestecktes Zuchtziel bedeuten nicht, dass Sie es niemals verändern dürfen. Sie sollten es eher als Leitfaden betrachten, der Ihnen bei Ihren Entscheidungen hilft. Nach einiger Zeit könnten Sie zu der Einsicht gelangen, dass Ihr Zuchtziel eine Anpassung benötigt. Zum Beispiel, wenn sich Dinge ergeben, die Ihr gewähltes Zuchtziel unerreichbar werden lassen. Oder sie erkennen, dass Ihr inzwischen erworbenes Wissen es erforderlich macht, das Ziel anzupassen, weil Sie klarer erkennen, worauf es Ihnen ankommt.

Ein Zuchtziel festzulegen, garantiert Ihnen, dass Sie nicht auf eine Art und Weise züchten, die man als schlichtes 'Vermehren', bezeichnen könnte und Sie somit den Ruf eines Züchters bekommen, der einfach 'ein wenig nebenher verdienen' möchte. Viele, die mit der Zucht beginnen wollen, erklären das mit der Aussage: "Ich stelle mir vor, es müsste Spaß machen, mal einen Wurf zu haben... ". Erfahrene Züchter haben dagegen natürlich Einwände. Denn jeder verantwortliche Züchter versucht, die Rasse durch seine Zucht zu verbessern und nicht nur Jungtiere zu produzieren. Nur, was bedeutet 'die Rasse zu verbessern'? Bedeutet es eine gesündere Katze zu züchten? Oder eine hübschere? Oder eine liebenswertere? Die meisten Züchter werden in ihren Bemühungen, liebenswerte Katzen zu züchten, übereinstimmen. Aber was bedeutet gesünder oder hübscher? Hier gibt es viele, sehr unterschiedliche Ansichten. Was eine Katze hübsch sein lässt, ist eine Frage des Geschmacks, so lange es im Rahmen des Rassestandards bleibt. Die Gesundheit einer Katze könnte man damit definieren, dass sie in der Lage sein sollte, ein Alter von 10 Jahren zu erreichen, ohne mit allen möglichen Krankheiten geplagt zu sein.

Eine wichtige Überlegung ist auch, darüber nachzudenken, welchen Einfluss die eigenen Zuchtbemühungen auf den Genpool der Rasse haben könnten. Wenn Sie beispielsweise in einem Wurf acht Kätzchen haben und Sie verkaufen alle acht Tiere an Züchter. Wird sich das positiv auf Ihre Zucht und die Entwicklung der Rasse auswirken? Und wenn Sie mehr als zwei Würfe mit derselben Katze haben würden und diese Jungtiere ebenfalls alle in die Zucht gingen. Welche Auswirkungen würde das haben? Andererseits, wenn Sie einen Wurf aus einer einzigartigen Kombination von Elterntieren züchten und Sie verkaufen nicht ein einziges Jungtier an einen Züchter! Wie müsste man hier Ihren (positiven bzw. negativen) Beitrag für die Rasse zu bewerten? (Bitte verstehen Sie diese Betrachtungen nicht falsch! Sie bedeuten nicht, dass aus jedem Wurf ein Jungtier in die Zucht gehen muss! Sie sollen lediglich ein Anstoß für Sie sein, eindringlich über die Gründe nachzudenken, die Sie veranlassen, zu züchten.)



Die Zuchtkatzen

Die Zuchttiere die Sie auswählen, bilden die Basis Ihres Zuchtprogramms. Deshalb ist es notwendig, gute Zuchttiere zu haben. Aber wo kann man sie finden? Und woran erkennt man gute Zuchttiere?

Die Suche nach einem guten Zuchttier beginnt mit der Suche nach einem guten Züchter. Das wirft jedoch wiederum dieselbe Frage auf: Wo findet man einen guten Züchter und wodurch zeichnet sich eine guter Züchter aus?

Es gibt leider keine vorgefertigten Antworten auf diese Fragen. Einen Züchter, den der eine als guten Züchter betrachten mag, beurteilt ein anderer möglicherweise als einen schlechten. Aber wichtig wäre, dass der Eindruck, den Sie bei einem Züchter erhalten, Ihnen ein gutes Gefühl vermittelt! Nehmen Sie sich die Zeit, den Züchter ein wenig kennen zu lernen. Besuchen Sie ihn (sie) mehrmals und sprechen Sie mit ihm (ihr). Das gibt Ihnen auch die Möglichkeit, die Kitten öfter zu sehen und das bereitet immer Vergnügen. Wie denkt der Züchter über Tests, wie über Zucht und alles, was dazugehört und wie hält und behandelt er seine Katzen? Was meint er zu Ihrem Plan, dass Sie mit Katzen aus seiner Zucht züchten möchten? Sie müssen wissen, dass nicht alle Züchter jedem erlauben, mit ihren Katzen zu züchten! Sprechen Sie vor dem Kauf mit ihm (ihr) darüber! Wenn Sie gegenseitige Übereinstimmungen erkennen und ein sicheres Gefühl haben, können Sie einen Schritt weiter gehen. Es muss keine 'Seelenverwandtschaft' zwischen Ihnen erkennbar werden, aber Ihre Ideen sollten sich im Großen und Ganzen ähnlich sein. Nun steht dem Kauf einer Katze nichts mehr im Wege. Fragen Sie nach einem Kaufvertrag und lesen Sie ihn zuhause aufmerksam durch. Bei Ihrem nächsten Besuch können Sie alle entstandenen Fragen klären.

Sie können auch andere Züchter nach Ihrer Meinung über den von Ihnen ausgewählten Züchter befragen. Sie sollten allerdings die Meinung von mehreren Personen einholen, denn möglicherweise bestehen Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Züchter Ihrer Wahl und einem anderen und Sie erhalten eine schlechte Rückmeldung. Fragen Sie drei oder vier Personen nach ihrer Meinung. Wenn alle dasselbe sagen, können Sie davon ausgehen, dass das, was Sie hören wahrscheinlich die Wahrheit ist. Übrigens wird auch der Züchter versuchen Referenzen einzuholen! Seien Sie nicht beleidigt, wenn Sie erfahren, dass über Sie gesprochen wurde. Der Züchter möchte lediglich herausfinden, ob Sie ehrlich und vertrauenswürdig sind. Es ist auch wahrscheinlich, dass ein Züchter Sie während eines Besuches intensiv befragt. Dass er Ihre Meinung zum Thema Zucht erfahren möchte und was Sie darüber wissen. Haben Sie sich schon mit Genetik, mit Krankheiten, mit Kittenaufzucht usw. befasst? Einige Züchter sind sehr streng und hinterlassen das Gefühl, Sie wären durch die Spanische Inquisition verhört worden. Aber genau wie Sie möchte ein engagierter und aufrichtiger Züchter wissen, wer seine Kitten kauft. Ein guter Züchter möchte wissen, ob er ein Kitten an jemanden verkauft, der sich gewissenhaft und klug in die Zucht einbringen möchte.

Die Auswahl eines Zuchttieres kann auf verschiedensten Kriterien beruhen. Sie ist natürlich abhängig von der Person, die auswählt, aber auch von der Rasse, die man züchten möchte. Wenn Sie Maine Coon Katzen züchten wollen, werden die Erwägungen andere sein, als bei Norwegischen Waldkatzen. Abgesehen von anderen Erwägungen möchten Sie vielleicht ein Kitten mit einer bestimmten Farbe erwerben. Bei Katzen der Rasse 'Russisch Blau' wiederum wird die Farbe kein Auswahlkriterium sein.

Eine wichtige Überlegung wäre auf jeden Fall: Welche Tiere züchten die meisten Züchter in meiner Nachbarschaft? Um weiterzukommen und Ihr Zuchtziel im Auge zu behalten, wird es notwendig sein, regelmäßig mit anderen Züchtern zusammen zu arbeiten. Sie sollten unbedingt Katzen von anderen (nicht von den benachbarten) Züchtern kaufen oder Ihre Katze bei anderen Züchtern decken lassen. Denn wenn Sie ein Kitten aus der Nachbarschaft kaufen oder eines, das mit diesen verwandt ist, wird es sehr schwierig sein, einen passenden Partner für diese Katze zu finden.

Katerhaltung

Eine Fremddeckung zu bekommen ist nicht einfach. Viele Züchter wollen nicht, dass ihr Kater zu viele Kittens zeugt und sind deshalb sehr wählerisch. Die Katerbesitzer möchten die fremden Katzen auf viele Dinge getestet haben und nicht jeder Besitzer einer weiblichen Katze erklärt sich damit einverstanden. Aber auch immer mehr Katerbesitzer sind an einer Fremddeckung interessiert - sie arrangieren sich mit anderen Katerbesitzern. Wenn Sie keinen geeigneten Kater besitzen, ist ein solcher Tausch nicht möglich. Katerbesitzer haben oft eine Menge Anfragen für ihren Kater, und sie können daher sehr wählerisch sein, welche Katze sie annehmen wollen und welche nicht. Aussenseiter vermuten daher manchmal, dass es sich um eine geschlossene Gruppe handelt. Es ist in der Tat oft so, weil eine Menge gegenseitiges Vertrauen vorhanden sein muss: Die Besitzer der weiblichen Katze möchten sie in einer Umgebung wissen, in der sie gut aufgehoben ist und gut versorgt wird, und aus welcher sie nicht mit schlimmen Infektionen zurück kommt. Auch die Katerbesitzer möchten nicht, dass sich ihr Deckkater mit irgendetwas ansteckt. Sie möchten auch, dass die Kittens verantwortungsvoll aufgezogen werden. Und so ist es oft der Fall, dass "eine Hand die andere wäscht".

Wenn Sie einen Katerbesitzer finden, der einer Fremddeckung sofort zustimmt, springen Sie nicht gleich vor Freude in die Luft. Es mag sich befremdend anhören, aber Sie haben erst einmal nur eine Person gefunden, die Ihnen dabei behilflich ist, Ihren ersten Wurf zu bekommen. Und wenn diese Person sofort einverstanden ist, dann willigt sie vielleicht auch bei jedem ein. Sie sollten sich fragen, wie interessant Ihre Kittens dann für eine Erweiterung des Genpools sind. Sind diese Kittens ein interessanter Outcross, auf dem Sie ihre Zucht weiter aufbauen können, oder sind sie nur die dreizehnten in einem Dutzend andere Kittens, wie Sie sie in jedem anderen Züchterhaushalt finden können? Ausserdem, wenn der Katerbesitzer nicht erwartet, dass Ihre Katze auf Krankheiten und Defekte getestet ist, testet er dann seinen Kater? Sind Sie sich sicher, dass Sie Kittens von diesem Kater wollen? Zuchtkatzen, männlich wie weiblich, sollten im Minimum auf Leukose (FeLV ) und Katzenaid (FIV) getestet sein, und selbstverständlich sollten die Impfungen regelmässig aufgefrischt und aktuell sein.

Einen Deckkater zu kaufen, ist auch nicht einfach. Viele Züchter verkaufen ihre männlichen Kittens fast nie an andere Züchter. Hier sind einige Gründe dafür:

    Ein Kater kann einen wesentlich grösseren Einfluss auf die Population haben, da ein Kater pro Jahr mehr Nachwuchs zeugen kann, als eine Katze. Als Züchter können Sie nur abwarten und beobachten, ob der neue Besitzer des Katers verantwortungsvoll handelt.
    Abgesehen davon, einen potenten Kater zu halten ist nicht einfach, und nicht jeder hält sich an die Vorschriften der Zuchtvereine. Als Ergebnis davon werden die Kater oft in unzumutbaren Räumlichkeiten gehalten, wie zum Beispiel im Keller, auf dem Dachboden oder in einem kleinen Verschlag im letzten Winkel des Gartens. Dies ist etwas, was sich viele Züchter nicht für ihre kleinen Lieblinge wünschen.

Wenn Sie einen Züchter finden, der Ihnen einen Kater verkauft, sollten Sie nochmals über diesen Kauf nachdenken und die folgenden Fragen in Betracht ziehen:

    Ergibt dieser Kater eine gute Kombination mit Ihren Katzen?
    Welche Einschränkungen sind mit diesem Kitten verbunden? Kaum ein Züchter verkauft ein männliches Kitten ohne Auflagen. Hier einige übliche Beispiele:
    a) Eine maximale Anzahl an Fremddeckungen oder überhaupt keine
    b) Ein Höchstalter, bis zu dem der Kater potent sein darf. Nach Erreichen muss er kastriert werden und als Familienmitglied gehalten werden, und nicht in der Katerunterkunft verbleiben
    c) Keine Kittens dürfen in die Zucht verkauft werden, oder nur weibliche Kittens und keine männlichen
    Es gibt viele Möglichkeiten. Sein Sie kritisch, welchen Auflagen Sie zustimmen und welchen nicht.
    Macht es Sinn, einen Deckkater zu kaufen, wenn Ihnen keine Fremddeckungen erlaubt sind, und Sie selbst zu ein oder zwei Katzen besitzen?
    Auch wenn der Kater sehr schön ist und ein interessanter Outcross für Ihre Katzen und die in Ihrer Umgebung wäre - welchen Einfluss hat dieser Kater auf den Genpool Ihrer Rassen, wenn er nur Ihre zwei Katzen decken darf?
    Viele Züchter wollen nicht endlos die gleichen Verpaarungen wiederholen (dies grenzt an Vermehrung und nicht an züchten), deshalb könnte der Kater nach zwei Deckungen "abgenutzt" sein. Würde es nicht mehr Sinn machen, sich nach zwei Fremddeckungen umzusehen, als nach einem eigenen Kater? Im Endeffekt sind, wenn Sie das oben geschriebene berücksichtigen, zwei Fremddeckungen günstiger als ein Katerkauf (die Kosten für einen eigenen Kater setzten sich unter anderem zusammen aus: Dem Kaufpreis, Transportkosten, wenn Sie im Ausland kaufen evtl. Einfuhrzölle, Aufzuchtkosten für mindestens ein Jahr, Tierarztkosten, Tests ...). Hinzu kommt, dass viele Zuchtkater mit einigen wenigen Deckungen nicht ausgelastet sind und sich unglücklich fühlen.



Die meisten Leute, die sich zur Katzenzucht entschliessen, haben vorher schon eine Weile Katzen besessen und sind so fasziniert von diesen Geschöpfen, dass sie diese züchten möchten. Von diesem Standpunkt betrachtet, könnte man annehmen, dass Züchter ihre Katzen als Teil des Haushaltes, der Familie, betrachten, da ihr Hobby so begann. Leider ist dies nicht immer so. Zum Beispiel ist es meisten nicht möglich einen potenten Kater frei im Haus laufen zu lassen. Die Gefahr ungeplanter Würfe und von unerwünschtem Benehmen, wie markieren mit Urin, ist einfach zu gross. Viele Züchter haben ihre(n) Kater deshalb in sogenannten Katerzimmern. Die meisten Zuchtvereine haben Vorschriften, welche die minimalsten Voraussetzungen für eine solche Unterkunft beschreiben, wie die Zimmergrösse, Fenster, Gesellschaft usw. Fragen Sie bei Ihrem Verein nach diesen Vorschriften. Als Beispiel ein Auszug aus den Vorschriften eines Niederländischen Vereins:

    Die Unterkunft muss im Minimum eine Grundfläche von 6m2 haben. Die Mindesthöhe beträgt 2m.
    Die Unterkunft sollte ein Fenster haben, durch welches Tageslicht fällt. Vorzugsweise sollte das Fenster so gelegen sein, dass der Kater nach draußen schauen und in der Sonne sitzen kann.
    Es sollte immer frisches Wasser und Futter vorhanden sein, sowie Spielzeug und Kratzbäume, um die Langeweile zu vertreiben.
    Der Kater sollte nicht zu lange auf die Gesellschaft von Menschen und Tieren verzichten müssen.
    Die Unterkunft muss mindestens einmal in der Woche desinfiziert werden.

Dies ist nur eine Auswahl von Vorschriften, und sie sind nur die Mindestanforderungen. Andere Katzen, ausser den potenten Katern, brauchen selten ein separates Zimmer. Sie können ein Teil des Haushaltes sein und meist ohne Probleme am Tagesablauf teilnehmen.



Stammbaumfragen, Linien, was ist das?



Stammbaum-Kenntnisse werden oft unterschätzt. Die meisten Zuchtanfänger brauchen eine Weile, bevor sie merken, wie wichtig diese Kenntnisse sind und sie lernen erst später auf was sie in einem Stammbaum zu achten haben. Oft stellen wir fest, dass die Katze, die wir als erstes gekauft haben, unseren Erwartung nicht gerecht wird, zum Beispiel im Hinblick auf den Stammbaum. In den Jahren, nachdem wir unsere erste Zuchtkatze gekauft haben, bekommen wir mehr und mehr Einblick in den familiären Hintergrund unserer Katze. Und es passiert mehr als einmal, dass wir nicht besonders glücklich mit dem sind, was wir entdecken. Zum Beispiel sind die Ahnen unserer Katze oft für die Zucht genommen worden und es gestaltet sich als schwierig einen passenden Partner für unser Tier zu finden. Oder es stellt sich heraus, dass einer der Ahnen seinen Nachkommen schlechte Eigenschaften vererbt hat, wie genetische Defekte oder Abweichungen zum jeweiligen Zuchtstandard. Es gibt andere Dinge, die Sie aus dem Stammbaum Ihrer Katze ableiten können, wie den Inzuchtfaktor. Um den Inzuchtfaktor so genau wie möglich zu bestimmen, ist es sehr wichtig hinter die vier oder fünf Generationen, die im Stammbaum gelistet sind, zu blicken. Wenn Sie sehen, dass der Name einer Katze mehr als einmal erwähnt wird, werden Sie nicht lange brauchen, um zu erkennen, dass hier Inzucht stattgefunden hat. Der Grad der Inzucht kann durch Stammbaum-Programme berechnet werden, wie zum Beispiel PawPeds. http://pawpeds.com

Genetische Defekte, Erbanlagen...Züchterisches denken ist gefragt;

Genetische Defekte kommen bei allen Lebewesen vor. Einige genetische Defekte sind harmlos, während andere lebensbedrohend sind. Genetische oder vererbbare Defekte sind nicht das Gleiche wie angeborene (kongenitale) Defekte. Vererbbare Defekte werden, wie das Wort schon sagt, von den Eltern an die Kinder weiter gegeben. Angeborene Defekte können genetisch sein, können aber auch durch äußere Einflüsse entstehen. Wenn die Mutter während der Schwangerschaft krank war, oder wenn sie giftigen Substanzen während der Schwangerschaft ausgesetzt war, kann dieses das Wachstum und die Entwicklung des Embryos beeinflussen.

Wenn ein Wurf geboren wird, und einige Kittens Abnormitäten zeigen, können Sie oft anhand dieser sehen, ob es sich um angeborene oder vererbbare Defekte handelt. Wenn die alle betroffenen Kittens die gleiche Abnormität zeigen (z.B. Knickschwanz), dann ist hier ein vererbbarer Defekt wahrscheinlich. Wenn in diesem Wurf allerdings unterschiedliche Abnormitäten zu sehen sind (z.B. ein Kitten mit Knickschwanz, ein Kitten mit Gaumenspalte und ein mit einem offenen Rücken), so können Sie davon ausgehen, dass diese Abnormitäten durch äußere Einflüsse entstanden sind. Die Kittens haben in der Gebärmutter nicht das gleiche Entwicklungsstadium. Wenn also eine schwangere Katze mit einer giftigen Substanz in Kontakt kommt, wirkt sich das Gift bei jedem Embryo anders aus. Dies kann ein Grund für unterschiedliche Abnormitäten bei den Kittens sein.

Vererbbare Eigenschaften werden in dominant und rezessive Gene unterteilt. Dies bedeutet, wenn Sie ein dominantes und ein rezessives Gen für eine Eigenschaft besitzen, wird das dominante Gen sichtbar, das rezessive Gen wird unterdrückt. Dies macht Sie allerdings zum Träger des rezessiven Gens.

Es gibt geschlechtsgebundene Defekte und es gibt Defekt, die nicht an ein Geschlecht gebunden sind. Die nicht geschlechtsgebundenen Defekte werden "autosomal" genannt. Die geschlechtsgebundenen Defekte sind an das X-Chromosom gebunden. Weibliche Katzen haben zwei X-Chromosome, Kater nur eins. Wenn ein Defekt rezessiv und geschlechtsgebunden ist, ist bei Katern die Wahrscheinlichkeit, diese Krankheit zu bekommen, größer als bei weiblichen Katzen. Das liegt daran, dass bei den Weibchen das rezessive Gen auf beiden X-Chromosomen vorhanden sein muß, damit der Defekt ausgebildet werden kann, bei Katern muß es nur einmal vorhanden sein.

Einige genetische Defekte sind rassespezifisch, andere wiederum kommen in jeder Rasse vor und manche in mehr als in einer Art. Obwohl behauptet wird, dass in einigen Rassen bestimmte Defekte sehr oft vorkommen, ist es nicht immer wahr. Es ist tatsächlich möglich, dass die Erkrankung in ein oder zwei (verwandten) Rassen vorkommt, aber es kann ebenso möglich sein, dass die Züchter von Rasse A ihre Katzen auf bestimmte Krankheiten untersuchen lassen, während die Züchter von Rasse B ihre Katzen nicht testen lassen. Das erklärt automatisch, warum in Rasse A mehr betroffene Tiere vorkommen als in Rasse B. Das heisst aber nicht, dass in Rasse B diese Defekte nicht vorkommen und das Rasse B gesünder ist als Rasse A. Die Züchter der Rasse B können sich niemals sicher sein, ob diese Erkrankungen in ihrer Rasse vorkommen, oder nicht. Trotzdem lassen sie nicht auf diese Defekte testen.

Maine Coon Cattery BattleCreek